Kann New Work auch beim Quereinstieg helfen?

Zum Ende deiner Schulzeit begibst du dich in eine gewisse berufliche Richtung. Du beginnst eine Ausbildung / ein Studium und schlägst nach dem Abschluss den nächsten beruflichen Weg ein. Ein Weg, der dich für immer in dieser Branche festhält?

Oftmals ja, denn hier baust du Expertise auf, schaffst dir Referenzen, formst dein eigenes Netzwerk und steigst die Karriereleiter hinauf. Aber was ist, wenn du eine andere Richtung einschlagen möchtest? Wenn du dich in einer anderen Branche ausprobieren möchtest? Das Problem liegt meist nicht an deinem fehlenden Mut, sondern an den Steinen, die dir unsere Wirtschaft in den Weg legt: schwieriger Berufseinstieg, mickriges Einstiegsgehalt, ein vorgegebener Zeitraum an Berufserfahrung, und und und… Willst du das nach all den Jahren wieder?

Das aktuell so oft genutzte Buzzword „New Work“ bedeutet für mich nicht nur, neue Arbeitsmodelle gestalten, neuartige Büroräume entwickeln und aus dem Homeoffice arbeiten. Für mich bedeutet es primär der Einstieg zur beruflichen Selbstverwirklichung.

Doch als Gutverdiener*in wieder mit einem Praktikantengehalt einzusteigen, ist für viele von uns nicht realisierbar, und so verweilen wir in unseren bestehenden Jobs. Vielleicht bist du unglücklich, vielleicht hast du mal Lust auf Neues und vielleicht möchtest du einfach weniger arbeiten. Aus meiner Sicht liefert uns die deutsche Wirtschaft diese Möglichkeit nicht. Unternehmen und Unternehmer*innen verschließen sich vor neuen Möglichkeiten, bezahlen immer noch deine Arbeitszeit anstatt deine eigentliche Arbeit und bringen Jung und Alt nicht an einen Tisch, um den Fortschritt schneller voranzutreiben. Es mag Ausnahmen geben, keine Frage, aber wie viel Prozent machen diese Ausnahmen aus?

Ich möchte mich ausprobieren, in neue Branchen hinein schnuppern, meinen eigenen Weg finden und vielleicht auch mit Mitte 40 nochmal neu anfangen. Veränderung findet statt und ist ein wichtiger Faktor in unserem Wandel. Genau wie Systeme verändern sich auch Menschen und das müssen wir alle berücksichtigen. Ereignisse prägen uns, Erfahrungen lassen uns wachsen und Visionen ändern sich.

Ich bin definitiv nicht mehr die Kira aus der Schulzeit und habe nicht mehr die Vision, die ich in meinem Studium hatte. Du etwa?

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