1 Tag ohne…

… Fernseher, Laptop und Handy; also einen Tag ohne jeglichen Bildschirm. Ein Experiment, das sich gelohnt hat und das Krasseste kommt noch. Aber lies selbst!

Warum? Weil ich Lust drauf hatte und ich während der Quarantäne definitiv zu viel Netflix, Amazon Prime und Trash TV geschaut habe. Ach, und dann kam ja auch noch Disney+ raus! Wer sollte da schon widerstehen?!

Also schraubte ich radikal zurück: 1 Samstag ohne jegliche Bildschirmnutzung:

Normalerweise wache ich auf und checke erstmal meine Nachrichten und Mails auf dem Handy. Das fiel dann schon mal weg. Dann frühstückte ich nicht, wie gewohnt, vor dem Fernseher mit der Tagesschau, sondern auf dem Balkon, ohne mich berieseln zu lassen. Ohne Fernseher oder Laptop ist auch kein Pamela Reif-Workout möglich. Sorry, Pam, hab’s Sonntag nachgeholt 😀 Und wo wir gerade dabei sind: ich hab natürlich auch alles in den Sozialen Netzwerken verpasst. Ehrlich gesagt, nicht so schlimm, nicht zu wissen, wer gerade wo sein Eis isst oder wer gerade nen neuen Code für Produkte raushaut…

Ich hatte definitiv mehr Zeit zum Lesen. Ich lese wirklich gerne, finde aber oft keine Motivation zu starten und das Buch war jetzt das einzige Medium, was ich konsumieren durfte. Also habe ich innerhalb eines Tages „Das Geschenk“ von Sebastian Fitzek mit 366 Seiten gesuchtet und war mal wieder fasziniert, woher dieser Mensch diese krassen Ideen für seine Geschichten nimmt. Noch mehr habe ich mich allerdings gefreut, als mir bewusst wurde, dass ich mit einem Kindle auch hätte kein Buch lesen können, da es einen Bildschirm hat. Jap, was einem dann alles so auffällt!

Auf meiner nun handgeschriebenen To-Do-Liste, die sich normalerweise auf dem iPhone befindet, stand: laufen, lesen, baden, spazieren gehen und ja, das war’s dann auch schon. Aber wer sich jetzt vorstellt, laufen ist doch möglich ohne Bildschirm! Klar, aber wann bist Du das letzte Mal ohne Musik gelaufen??? Genau, ich weiß es nämlich auch nicht. Meine Musik konnte ich ja schließlich nicht anstellen, da ich kein Handy nutzen durfte. Habe es trotzdem ohne geschafft und bis auf das Walross-Schnaufen, das ich natürlich nun hören konnte, war es auch wirklich cool! Nur weiß ich leider nicht, wie viele Kilometer ich zurückgelegt habe, da ich auch kein Runtastic anschalten konnte 😀

Ein Tag ohne Musik, ohne Fotos, ohne Apple/Payback Pay beim Einkaufen, ohne Nachrichten, ohne Erreichbarkeit und ohne Bananenbrot, weil das Rezept auf meinem Handy gespeichert war 😀 Wären wir nicht zu Zeiten von Corona in Quarantäne hätte ich mich auch nicht mit Freunden verabreden können…

ABER DAS KRASSESTE: ich habe selbst bemerkt, wie oft ich zum Handy greifen wollte, weil ich dachte, es liegt neben mir – wie oft ich daran dachte, mal eben zu checken, was bei Insta so abgeht – und, wie schlecht ich eigentlich einem Gespräch folgen kann, weil ich gerne mitten in der Unterhaltung zum Handy gegriffen hätte. Beobachtet euch selbst, ob euch dieser Griff auch auffällt. Es ist wirklich krass, wenn man es realisiert!

FAZIT: ich würde es wieder tun und rate jedem dazu, es einmal auszuprobieren. Es zeigt, wie unwichtig unserer Workaholic-Generation die Arbeit erscheint, wie unwichtig die Social Media Welt für uns wird und dass auch alles weiterläuft, wenn wir nicht 24/7 erreichbar sind. Denn ich hatte am nächsten Tage drei wichtige Mails und ein paar WhatsApp-Nachrichten auf dem iPhone. Jetzt rate mal, was davon dringend war? Genau – nada!

Die Welt da draußen ist eigentlich doch ganz schön und die Welt in Dir drin noch viel schöner! „Me Time“ sollten wir uns mehr gönnen!

Probier es mal aus – 1 Tag ohne…

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